Catcallingsituation
Future Lab Audio 2022

Catcalling oder Kompliment – Flirten oder verbale sexuelle Belästigung?

von Sophie Lucy Ehrig

Nicht jeder Mann macht es, aber jede Frau kennt es: Pfeifgeräusche, anzügliche Kommentare oder Gesten. Die wenigsten dieser Anmachsprüche können als Kompliment gelten. Die meisten sind nichts anderes als verbale sexuelle Belästigung. Kurz gesagt: Catcalling!

„Boah, ich würde dich echt gerne ficken.“ – am Salzburger Hauptbahnhof

„Als Betthupferl würde ich dich mit aufs Zimmer nehmen.“ – an einer Hotelrezeption

„Dich würde ich mir packen!“ – an einer Kreuzung, an der Ampel

Sexuelle Belästigung und Sexismus passieren. Und sie passieren in erster Linie Frauen. Immerhin haben bereits 2/3 der Frauen und gerade mal 7,6% der Männer in Österreich schon einmal ähnliche unangenehme Situationen erlebt. Catcalling – Was zunächst so lustig nach einem neuen Katzenspielzeug klingt, ist nichts anderes als verbale sexuelle Belästigung. 

Es gehört auch noch im Jahr 2022 zum Alltag der Frauen dazu, dass manche Alltagssituationen für sie unangenehmer sind als für Männer. Nicht nur der Heimweg oder der Clubbesuch, sondern auch der Einkauf im Supermarkt oder ein Nachmittag am See.

Dieser Podcast klärt auf: Wie erleben Betroffene in Salzburg Catcalling? Welche Auswirkungen können solch unangenehme Situationen auf das Selbstbewusstsein und den Selbstwert von Betroffenen haben? Dabei bleibt auch die viel zu oft gestellte Frage nach dem Outfit nicht ungeachtet.

Flirten mit einem Kompliment oder Catcallen mit einer verbalen sexuellen Belästigung? Im Gespräch mit einer Mitarbeiterin des Frauennotrufs werden klare Grenzen gesetzt. Wo endet ein Kompliment und wann beginnt Catcalling?

„Ein Großteil der Catcalls sind Bewertungen. Eine Bewertung ist niemals ein Kompliment!“

– Frauennotrufstelle

Hintergrundwissen und weiterführende Links zum Thema: