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Blühspektakel der Titanenwurz: Eine Retrospektive

Ein Naturschauspiel mit einer ganz speziellen Duftnote gab es an der naturwissenschaftlichen Fakuktät Salzburg zu bestaunen: Die Blühte der Titanenwurz alias Amorphophallus titanum.  Prof. Dr. Stefan Dötterl erzählt die spannende Geschichte der größten Pflanze der Welt, wie sie nach Salzburg kam und was sie so besonders macht.

Der Bestäubungsökologe Prof. Dr. Stefan Dötterl schaffte es, durch jahrelange Projektarbeit eine der berühmt-berüchtigten Pflanzen vom Palmengarten Frankfurt nach Salzburg zu holen und sie erstmals in Österreich zum Blühen zu bringen. Dies war keine einfache Aufgabe, denn die Pflanze braucht bestimmte Bedingungen. So musste die Temperatur im Gewächshaus um vier Grad erhöht werden. Weiters ist die Pflanze in ihren Ruhephasen anfällig für Parasiten, speziell Würmer, die sie beschädigen könnten.

Bestäubungsökologe Prof. Dr. Stefan Dötterl mit der aufgeblühten Pflanze.

Das besondere an Amorphophallus Titanum ist zum einen ihr immenses Wachstum während der Blühphase, das bis zu 16cm pro Tag beträgt, zum anderen der immense Durchmesser der Blüte, der bis zu zwei Meter betragen kann. So groß und schön Amorphophallus titanum auch anzusehen ist, ihr Geruch ist wahrlich unausstehlich. Um Insekten für die Bestäubung anzulocken sondert sie einen an den Urwald angepassten Aasgeruch ab, welcher sich als Mischung von Aas, totem Tier und Erbrochenem beschreiben lässt.

(unter CC 4.0 Simon P. Haigermoser/ Universität Salzburg )